Aperto Online Marketing Analyse: Welcher Fundraiser dominiert in den sozialen Netzwerken und welcher bei Google?
Der Naturschutzbund Deutschland ist Sieger in der Google-Suche, WWF Deutschland schaltet am meisten AdWords-Anzeigen und Greenpeace überzeugt im Social Web.
Die Aperto Online Marketing GmbH hat den deutschen Fundrainsing-Markt analysiert und dabei 50 Organisationen näher unter die Lupe genommen.
Wir sind folgenden Fragen nachgegangen:
- Wie engagiert sind Non-Profit-Organisationen im Netz?
- Wer ist wie sichtbar in der Google Websuche?
- Wer schaltet die meisten AdWords-Anzeigen bei Google?
- Und wer ist wie sichtbar in sozialen Netzwerken?
Die Daten vom 21.04.13 stammen vom Berliner Analytics-Tools-Anbieter Searchmetrics.
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Die Ergebnisse im Überblick:
SEO: Natur- & Tierschutz-Organisationen sind Spitze
Der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) mit seinen rund ½ Million Mitgliedern ist mit großem Abstand die sichtbarste nichtstaatliche Organisation in der deutschen Google-Suche. Die Domain nabu.de ist bei Google in etwa doppelt so sichtbar wie die zweitplatzierte Organisation WWF Deutschland. Knapp hinter dem WWF erreicht die Tierrechtsorganisation PETA Platz 3.
Dagegen weit abgeschlagen auf Platz 28 bzw. Platz 30 sind die 1962 gegründete Deutsche Welthungerhilfe und die Arbeiterwohlfahrt (awo.org). Beide Organisationen können nur wenige, relevante Platzierungen in der Google-Suche erreichen und dürften daher auch weniger Traffic bekommen.
Hinweis: Alle Bilder können angeklickt werden und erscheinen dann größer.
Die Top-Player im SEO:
SEA: Ärzte der Welt e.V. dreht mächtig auf
In punkto SEA-Visibility hat der WWF Deutschland klar die Nase vorn, gefolgt vom Deutschen Roten Kreuz und SOS-Kinderdorf. Die Ärzte der Welt, die in der organischen Google-Suche bisher so gut wie keine Rolle spielen, landen mit dem 7. Platz sogar unter den Top-Ten-SEA-Domains.
Weiterhin fällt auf, dass viele Non-Profit-Organisationen bisher noch gar keine AdWords-Anzeigen schalten, obwohl sie am Google Grants-Programm (“grants” = Förderung, Zuschuss) teilnehmen können. Google Grants ermöglicht ausgewählten gemeinnützigen Organisationen das Schalten von kostenlosen Google-Anzeigen. NPOs, die von Google ausgewählt werden, erhalten ein AdWords-Werbekonto, dem ein Werbebudget von bis zu 40.000 US-Dollar im Monat gutgeschrieben wird.
Die Top-Player im SEA:
Ausgewogenheit: SEA & SEO im Vergleich
Wie immer, macht es auch im Online-Marketing die richtige Mischung. Um einen abgestimmten Mix zu bekommen, muss man seine Kennzahlen im Blick haben. Setzt man alles auf eine Karte oder streut man sein Budget? Wir haben uns das Verhältnis von SEO zu SEA bei Fundraisern angeschaut.
Bei einigen der analysierten Organisationen haben wir im Verhältnis zu SEO relativ hohe SEA-Aktivitäten feststellen können (Platz 1 bis 7). Sie konzentrieren sich wohl eher auf SEA als auf SEO.
aerztederwelt.org versucht mit Abstand am intensivsten die fehlende SEO-Sichtbarkeit durch das Buchen von AdWords-Anzeigen auszugleichen.
Sehr wenig Geld für Werbeanzeigen geben z.B. profamilia.de, asb.de und drk.de aus. Es ist davon auszugehen, dass sie mehr in nachhaltige SEO-Optimierungen investieren. Alle drei erreichen in diesem Bereich relativ gute Sichtbarkeit.
Social Visibility
Bezogen auf die Sichtbarkeit in sozialen Medien ist Greenpeace mit weitem Abstand die Nummer eins. Greenpeace.de wird laut Searchmetrics-Daten am meisten geliked und häufiger in Postings erwähnt als andere Fundraiser.
Dass gerade auch kleinere Organisationen im Netz eine Chance haben sich zu beweisen, zeigt eindrucksvoll das Beispiel regenwald.org. Während Regenwald.org im Bereich SEO und SEA noch viel Potenzial zur Verbesserung besitzt, sind sie in den sozialen Netzwerken schon jetzt sehr erfolgreich. Auch PETA macht auf Facebook, Google+ und Twitter eine gute Figur und belegt damit einen guten 3. Platz.
Organisationen, die in sozialen Medien noch eher Nachholbedarf haben, sind der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V., die Diakonie und der ASB.
Fazit
Die Aperto-Analyse zeigt: Das Online-Marketing-Engagement von NPO‘s variiert sehr stark. Einige große Organisationen wie z.B. der WWF, NABU oder PETA können sich in mehreren Disziplinen auf guten Plätzen behaupten und kümmern sich um die gesamte Bandbreite des Online-Marketings.
Andere Organisationen fokussieren sich (zu) stark auf einen Marketing-Kanal. Sie investieren nur in SEA, statt ihr Budget auf unterschiedliche Kanäle zu verteilen und ggf. nachhaltigen SEO-Optimierungsstrategien den Vorzug zu geben.
Fast 20 der 50 untersuchten Fundraiser schalten bisher keinerlei Werbung bei Google, obwohl sie sich als gemeinnützige Organisationen für das Google Grants-Programm bewerben können.
Der Informationsbedarf ist also groß – sowohl im Hinblick auf die Möglichkeiten von Google AdWords (Google Grants), als auch in Bezug auf die überaus nachhaltigen Auswirkungen von strategischer Suchmaschinenotimierung.
Download
Die Studie mit allen Tabellen in voller Größe gibt es hier als >>> PDF Download <<<
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Social-Visibility: Für die Social-Visibility werden von Searchmetrics die stärksten Social-Media-Seiten, also Facebook, Twitter, Google+1, Pinterest und LinkedIn beobachtet und jeweils nach den unterschiedlichen Aktivitäten gewichtet.
SEO-Visibility: Die SEO-Visibility zeigt die Sichtbarkeit der Domains in der organischen Suche. Sie setzt sich aus dem Suchvolumen und den Positionen der für diese Eingabe rankenden Keywords zusammen. Jede Position wird dabei individuell nach einem von Searchmetrics ermittelten Faktor gewichtet. Die SEO-Visibility wird anhand der jeweils ersten hundert Plätze in den Google-Suchergebnissen erhoben.
SEA-Visibility: Die SEA-Visibility („Paid Visibility“) zeigt die Sichtbarkeit der Domains in der bezahlten Suche. Sie setzt sich aus dem Suchvolumen und den Anzeigen-Positionen der für diese Eingabe rankenden Keywords zusammen. Jede Position wird dabei individuell nach einem von Searchmetrics ermittelten Faktor gewichtet.
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